ATI und Linux oder auch: “Wie kann ein Unternehmen effektiv seine Fans vergraulen” - Tobi's Welt

ATI und Linux oder auch: “Wie kann ein Unternehmen effektiv seine Fans vergraulen”

Seit dem ich wieder Linux benutze ist mir eines klar geworden: ATI/AMD Grafikkarten stinken und die dazu gehörigen Treiber noch mehr. Warum? Naja einfach weiterlesen…


4 Stunden habe ich heute damit zugebracht meine xorg.conf zu bearbeiten um endlich eine „echte“ Auflösung für den TV-Out einstellen zu können denn standardmäßig wird die Desktop-Auflösung benutzt. In meinem Fall ist das 1280*1024 was von meinem TV natürlich aber nicht unterstützt wird und in einem Overscan resultiert, das heißt man hat eine 1024*786 Auflösung auf dem TV, kann aber mit der Maus scrollen an den Rändern (einige werden das Feature evtl. noch von den alten ATI Mach** Karten kennen…).

Jedesmal wenn ich endlich eine native Auflösung auf dem TV eingestellt bekommen habe (übrigens nur per Hand, das Control Center und aticonfig haben nur Scheisse produziert) wurde der TFT falsch angesteuert so daß dort kein Bild mehr war.

Unter Windows bietet der Treiber die Option Video-Overlays auf dem TV automatisch im Vollbild anzuzeigen (Theatre Mode nennt ATI das), diese Option gibt es auch unter Linux – funktioniert nur nicht. Dasselbe wenn man den Overscan per xorg.conf Option deaktivieren will – geht nicht.

Letztendlich habe ich jetzt entnervt aufgegeben und stattdessen VLC so eingerichtet das der Videobereich immer die passende Größe des aktuell sichtbaren Bildausschnitt auf dem TV hat und VLC unten rechts in der Ecke klebt. Dann blende ich das untere Gnome Panel aus und scrolle mit der Maus auf dem Fernseher dann einfach so weit wie möglich nach unten rechts. Das ergibt dann ein Pseudo-Vollbild auf dem TV. Keine optimale Lösung aber immernoch besser als jedes mal in mein Gaming-XP zu booten…

Immerhin geht die 3D Beschleunigung. Aber funktioniert sie auch wirklich? Nein! OpenGL ist absolut unstabil – Bei Uplink stürzt die Grafikkarte bereits beim Ladebildschirm ab, mit der Spieloption graphics_safemode komme ich immerhin ein bisschen weiter aber spätestens nach ungefähr drei Minuten stürzt die Grafikkarte dann ab. Dasselbe in Warsow, einem Egoshooter, nach ein paar Minuten stürzt die Grafikkarte ab. Das lustige daran ist ja das wirklich nur die Grafikkarte abstürzt – ich kann nebenbei noch weiter skypen auch sonstiger Sound geht weiter, ebenso wie das G15 LCD. Deswegen habe ich gar nicht erst weiterversucht unter Linux zu spielen.

Und Composite für Beryl, Compiz etc geht sowieso bei ATI nur wenn man die 3D-Beschleunigung deaktiviert – oh ja, sehr sinnvoll… :roll:

Mein Fazit: Nie wieder eine ATI/AMD Grafikkarte! Meine nächste Grafikkarte ist definitiv von nVidia und ich werde auch mit Sicherheit niemanden mehr ATI/AMD empfehlen was Grafikkarten angeht. Aber immerhin will AMD jetzt einen stabilen Grundbau für einen OpenSource Treiber erstellen und diesen dann zusammen mit allen nötigen technischen Spezifikation an die Community übergeben [Quelle @ heise.de] und sich auch weiterhin an dessen Entwicklung beteiligen – vielleicht wird der dann ja endlich mal fehlerfrei oder zumindest stabil funktionieren aber bis dahin wird wohl noch einiges an Zeit vergehen…

Bye bye ATI/AMD, ein Fanboy weniger!

9. September 2007 von Tobias
Kategorien: Linux
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